Airbus A310-300 von Egon Bonifer.



Technische Daten:

Spannweite:
Rumpflänge:
Maßstab:
Gewicht:
Motor:
Erstflug:
3.85m
3.50m
1:13
19,8kg
2x 30ccm ST3000
August 1992


"Dieser Nachbau des Airbus A310-300 ist nicht ganz maßstabsgetreu im Sinne einer Scale-Ausführung. Zum Erreichen einer größeren Flugstabilität wurde die Pfeilform des Tragflügels etwas zurückgenommen sowie die Flächengeometrie ein wenig vergößert; allerdings nur in einem Maße, das die Optik des Modells auch nicht wesentlich beeinträchtigt.

Das Urmodell des Rumpfes sowie die Negativformen wurden in Kooperation mit meinem Modellflugkameraden Reinhold Treml hergestellt. Urmodell und Rumpfform waren ursprünglich auf das größere Modell des A300-600 ausgelegt, welcher auch als zweite Variante von meinem Freund Reinhold gebaut wurde. Ich selbst hatte mich aber für die Version des kleineren A310-300 entschieden; vor allen Dingen auch um das seinerzeit geltende Gewichtslimit von 20Kg nicht zu überschreiten und somit ein aufwändiges offizielles Zulassungsverfahren zu vermeiden.

Der Rumpf, einschließlich des angeformten Seitenleitwerks, wurde in Sandwichbauweise im Vakuumverfahren hergestellt. Als Stützstoff diente das Produkt Rohacell der Firma Röhm in Darmstadt. Dieser Kernwerkstoff in einer Stärke von 2mm in Verbindung mit Epoxydharzlaminaten war seinerzeit die einzige Möglichkeit hoch belastbare Modellbauteile mit einem geringen Gewicht herzustellen. Der Rumpf des Airbus A 310-300 besteht aus Transportgründen aus zwei Teilen und ist hinter der Tragfläche verschraubbar.

Tragfläche und Höhenleitwerk sind aus Styropor geschnitten und mit Balsaholz beplankt. Die Tragfläche besteht aus drei Teilen, dem Mittelstück mit den beiden ansteckbaren Triebwerksgondeln sowie den abnehmbaren Flächenenden.

Beim Tragflächenprofil handelt es sich um ein sogenanntes Mischprofil. Es entspricht an der Tragflächenwurzel dem NACA 2415, geht zur Flächenmitte hin in ein Profil ähnlich dem NACA 2412 mit leicht gewölbter Unterseite über, während es dann zum Randbogen hin fast vollsymmetrisch wird. Diese sogenannte aerodynamische Schränkung des Tragflügels ergibt, wie die Praxis auch gezeigt hat, in allen Geschwindigkeitsbereichen und insbesondere im Landeanflug stabile Flugeigenschaften.

In die Triebwerksgondeln sind zwei Super Tigre ST 3000 mit Dreiblattluftschrauben 40/20 eingebaut. Das Modell ist mit einem pneumatischen Einziehfahrwerk ausgerüstet. Der gefederte Fahrwerkstrakt des Hauptfahrwerks und des Bugrades wurden von meinem Freund Reinhold Treml auf seiner hauseigenen Drehbank hergestellt.

Der Erstflug des Airbus A310-300 fand Anfang August 1992 auf einem nahegelegenen stillgelegten Militärflugplatz mit einer Asphaltpiste statt. Start und Landung verliefen unproblematisch. Das Modell fliegt absolut unkritisch. Es folgt allen Ruderausschlägen weich und ohne Verzögerung. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass die äußeren Landeklappen einseitig im unteren Bereich als Querruder mitwirken. Auch die Landung mit voll ausgefahrenen Landeklappen von ca. 40 Grad verlief problemlos.
Gesteuert wurde das Modell mit einer Graupner/JR mc-18 Anlage."

Egon Bonifer








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